Selbstverteidigung bedeutet sich schützen.

Nicht der dunkle Park ist der gefährlichste Ort für die Betroffenen, sondern oft das eigene Umfeld.
Um Gewalt bereits im Vorfeld zu verhindern und um Gewalt nachhaltig zu beenden erlernen Sie ausgesuchte und wirkungsvolle Selbstverteidigungstechniken. Durch das ganzheitliche Arbeiten an sich selbst, sowohl körperlich als auch mental, bilden Sie sich eine wesentliche Grundlage.
Denn schon durch ein selbstbewusstes Auftreten wird das Risiko reduziert, Opfer einer Gewalttat zu werden.

Um die hohe Qualität des Kurses zu gewährleisten, gibt es eine begrenzte Teilnehmerinnenzahl.
Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Frauen.
Eine Teilnahme ist unabhängig von Alter/Kondition/etc. möglich.

Die Kurse werden von Karlheinz Reiter (member of European qualified teacher, 4. Dan Aikido, Chuden Iaido, ehrenamtlicher Selbstschutztrainer für mißhandelte Kinder und Jugendliche) geleitet:
"Bei den meisten potentiellen Angreifern handelt es sich um Männer. Indem ich den Kurs leite, trainieren wir sofort eine ?reelle? Situation, in welcher die Teilnehmerinnen lernen, aus gewohnten Denkmustern wie: ?gegen den hab ich doch nie eine Chance? auszubrechen. Denn mit den richtigen Methoden - sowohl physisch als auch psychisch - können sich die Frauen auch gegen vermeintlich körperlich stärkere Gegner erfolgreich zur Wehr setzen."


Die nächsten Selbstverteidigungskurse  sind in Planung.

Privat organisierte Kurse auf Anfrage.


Kommentare von Teilehmerinnen


Xandi, Erzieherin Wien (Selbstvereidigungs Kurs März 2009, Wien):

 

"Räumlichkeiten

Ich kenne alte Schulturnsäle mit dem Geruch von Putzmittel und die dazugehörigen Garderoben, die nach toten Füßen riechen, und hab mir vor dem Kurs keine besonderen Gedanken über die Räumlichkeiten gemacht. Erstaunt und überrascht habe ich dann nach einem klaren und freundlichen Aufenthaltsraum die Frauengarderobe mit versperrbaren Spints, sauberen WCs und großzügig angelegten Duschen betreten. Noch meinem Alltag verhaftet betrat ich das Dojo, den Übungsraum, da roch es nach Sandelholz und ich wurde auch durch den sparsamen Schmuck von japanischen Schriftbildern an den Wänden in eine andere Kultur- und Gedankenwelt begleitet.


Kursleiter

Den Selbstverteidigungskurs für Frauen empfahl mir auf meine  Anfrage hin eine begeisterte Arbeitskollegin. Meine Skepsis einem männlichen Kursleiter gegenüber war sehr groß. Ob da vertrauensvolle Lernatmosphäre entstehen könnte? Karlheinz Reiter begrüßte uns Frauen offen und interessiert. Er erzählte von Projekten zur Selbstverteidigung für Mädchen und beeindruckte mit dem Zitat: "Die höchste Kunst des Kampfes besteht darin, ihn gar nicht zustande kommen zu lassen."
Einlassen konnte ich mich nach meditativen Atemübungen etwas mehr, die Erklärungen waren gut verständlich, das Tempo entsprach dem der Teilnehmerinnen. Durch die ausgewählten Körperübungen bewies der Trainer ernsthaft medizinisches Wissen und verband so auch mit nahezu spielerischer Leichtigkeit wirkungsvoll die körperliche und gedankliche Ebene als Grundlage zur Selbstbehauptung. Mein Vertrauen gewann er mit den punktgenauen, persönlichen Hilfestellungen während der wiederholten Übungen, als er respektvoll und klar Fehler korrigierte, die Angst und Hemmung behutsam ansprach und jede von uns individuell bei ihrem nächsten Lernschritt begleitete. In einer Atmosphäre der Achtung und des Vertrauens bot er sich als Trainingsgegner an, um Selbstverteidigungstechniken in Gewaltsituationen möglichst wirklichkeitsnah einzuüben. Am Ende des Kurses verabschiedete ich mich nun selbst begeistert voll Hochachtung von einem Lehrer, der mich durch sein Können, die Tiefe seines Wissens, vor allem aber durch den Respekt und die Feinfühligkeit gepaart mit Beobachtungsgabe uns Teilnehmerinnen gegenüber beeindruckt hatte.


Lernerfolge

Innerlich gestärkt, mit größerem Selbstbewusstsein und beruhigt von der Vielzahl von Chancen zur Selbstbehauptung verließ ich den Kurs.Schon am nächsten Morgen fiel mein erstes "Nein!" kräftiger und überzeugter aus und unterbrach augenblicklich eine spannungsgeladene Situation, die daraufhin im Gespräch geklärt werden konnte, anstatt wie bisher aggressiv zu eskalieren. In U-Bahnstationen übte ich aufrecht und selbstbewusst an anderen Fahrgästen vorbei zu gehen und nicht wie gewohnt mit hochgezogenen Schultern einen Slalom um alle herumzuhuschen. Auch an der Supermarktkassa angestellt verschaffte mir ein selbstsicherer, dennoch freundlicher Blick den Abstand des hinter mir achtlos zu nahe kommenden Einkaufswagerls. Sogar die Übungsanweisung, nur bis kurz vor den Schmerz zu üben und nicht weiter, hatte ihre Auswirkung: Ich nehme Müdigkeit und Erschöpfung früher und dadurch öfter wahr, gönne mir mehr Pausen und organisiere Belastungen für mich angenehmer um.


Nebenwirkungen

Neben der Stärkung, die ich durch den Kurs erfahren hatte, tauchten danach ungeahnt Erinnerungen an Gewalterlebnisse in mir auf, an die ich teilweise schon jahrelang nicht mehr gedacht hatte.
Mich erschreckte die Vielzahl, sie war mir nicht bewusst.
Ich fühlte den Erinnerungen nach, damals hatte ich Angst, heute nicht mehr,
damals fühlte ich mich hilflos und ausgeliefert, jetzt nicht mehr,
damals war ich gedemütigt und ohnmächtig, das hat sich geändert.
Ich habe die Gewissheit, dass die gedankliche, seelische und körperliche Auseinandersetzung mit Gewalt und die Erfahrung des Sich-wehren-Könnens mir ermöglichten, die alten Geschichten in Erinnerung zu rufen und neu zu bewerten, in Gedanken das Erlebte anders zu wiederholen.
Dazu brauchte ich Kraft und Nerven, auch Zeit und Unterstützung.
Die bekam ich von einem verständnisvollen Kollegen und holte sie mir von meiner besten Freundin, Menschen, denen ich vertraue, die mich kennen und mir ansehen, dass ich mich fühlte wie unter dem Fuß eines Elefanten.
Ich empfinde Stolz und Freude darüber, was ich alles überlebt und gering beschadet erlebt habe. Kommendes wird seltener und wenigere Kräfte raubend sein.
All denen, die schon Schlimmes erlebt haben, empfehle ich, entsprechend Freiraum für die Zeit nach dem Kurs einzuplanen und fürsorgliche Menschen nahe zu haben.
Das positive Bearbeiten der früheren Gewalterlebnisse erlebe ich als Stärkung und Weiterentwicklung und freue mich auf die nächste Gelegenheit, in und nach einem Selbstverteidigungskurs mental, psychisch und physisch gefordert zu sein."


Deepa, Wenlido Trainerin, Sidhbari, (Selbstverteidigungs Seminar August 2008, Indien)

 

"Das Training lehrt uns Techniken im Notfall anzuwenden um uns vor Aggressionen zu schützen. Wir trainierten zum Beispiel wie wir unsere Alltagsgegenstände, wie Kleidungsstücke oder Taschen, in schützende Waffen verwandeln können. Auch das richtige Einschätzen der Situation und die Prävention und Vermeidung eines Ernstfalls durch ein selbstsicheres Auftreten und vorausschauendes Handeln haben wir erlernt."


Vindru, Schülerin in Indien, (Selbstverteidigungs Seminar 2007, Indien)

 

"Ich habe mich bereits erfolgreich vor Übergriffen auf Öffentlichen Plätzen und überfüllten Autobussen mit sehr einfachen Griffen und Bewegungen schützen können. Der klaren Abfolgen, Übungen Schritt für Schritt zu erlernen, Einfühlsamkeit und die enorme Geduld zeichnen den Unterricht mit Meister Reiter aus. Bei allem ernsthaften Training hat es außerdem auch unheimlich viel Spaß gemacht."